Christian Hengst
Christian Hengst - Quelle: Stadtarchiv Karlsruhe 8/StS 30/96.

Die Entstehung der Feuerwehr Durlach

Die freiwillige Feuerwehr Durlach, heute eine Abteilung der freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe, wurde 1846 durch den durlacher Stadtbaumeister Christian Hengst und dem Spritzen-Fabrikant Carl Metz als Pompier-Corps gegründet.

 

Bis dato waren Feuerwehren aus Turnvereinen hervorgegangen; Hengsts Pompier-Corps war die Erste, die mit systematischer Erziehung in der Brandbekämpfung und Logistik für den Ernstfall übte und gilt heute - trotz kontroverser Diskussion - als älteste freiwillige Feuerwehr.

 

Bereits am 28. Februar 1847 bewies Hengst mit seiner Mannschaft die Wirksamkeit seines Konzepts bei der Brandbekämpfung im Großherzoglichen Hoftheaters des benachbarten Karlsruhes. In nur 26 Minuten erreichte das Pompier-Corps mit seiner Stadtspritze Nr. 2 die sieben Kilometer entfernte Einsatzstelle und begann mit den Löscharbeiten. Diese, für die damaligen Verhältnisse außerordentlich schnelle Ausrückzeit, zog das Interesse der Presse auf Hengst, seine Feuerwehr und sein Pompier-Corps-Konzept und wurde zum Vorbild für viele Feuerwehren des Großherzogtums Baden und des Deutschen Bundes.

Die freiwillige Feuerwehr Durlach heute

Mit der 1938 erfolgten Zwangseingemeindung der Stadt Durlach in Karlsruhe gliederte sich auch das ehemalige Pompier-Corps in die freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe ein, von welcher es heute die flächenmäßig größte Abteilung ist.

 

Mit Stand Januar 2016 umfasst die freiwillige Feuerwehr Karlsruhe, Abteilung Durlach 1846 117 Mitglieder, eine Jugendfeuerwehr, ein Gerätehaus, fünf Fahrzeuge sowie die historische Stadtspritze Nr. 2, welche sich als Dauerleihgabe im Pfinzgaumuseum befindet und dort besichtigt werden kann.

 

Neben Retten, Löschen, Bergen und Schützen bekleidet die freiwillige Feuerwehr auch weitere Funktionen im Durlacher Gesellschaftsleben. So stellt sie jährlich den Maibaum und unterstützt bei Festen, unter Anderem beim Durlacher Altstadtfest.

 

Einige Kameraden bei der Einsatznachbesprechung - Quelle: J. Krauß für die FF-Durlach